Besondere Tage 2016/2017

14. August 2016: Tischa Beav
Der 9. Av ist ein jüdischer Fast- und Trauertag, an dem die Juden der Zerstörung des Jerusalemer Tempels gedenken.

09. November 2016: Reichspogromnacht
In mahnender Erinnerung an die Novemberpogrome des NS-Regimes gegen die deutschen Juden im Jahr 1938 ist der 9. November in Deutschland auch ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

13. November 2016: Mitzvah Day
Er beruht auf der Überzeugung, dass unsere Welt positiv beeinflussen kann. Das Konzept basiert auf zentralen jüdischen Werten wie: „Verbesserung der Welt“, „Gerechtigkeit“ und „Mildtätigkeit. Mit besonderen Aktionen soll das Augenmerk auf diese Werte gelenkt werden.


27. Januar 2017: internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Der 27. Januar 1945 war der Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee.

11. Februar 2017: Tu Bischevat
Das jüdische Neujahrsfest der Bäume ist ein kleiner jüdischer Feiertag, an dem Bäume angepflanzt werden. Es ist auch Brauch, an diesem Tag eine Frucht zu essen, die man in diesem Jahr bisher noch nicht verzehrt hat.


24. April 2017: Jom Haschoa
An diesem israelischen Nationalfeiertag gedenken die Menschen der Opfer des Holocaust.
Es findet auch eine Gedenkveranstaltung statt, bei der Tausende meist jugendlicher Juden vom ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz zum ehemaligen Konzentrationslager Birkenau gehen. Dieser Marsch trägt auch die Bezeichnung “Marsch der Lebenden”.

01. Mai 2017: Jom Hasikaron
Gedenktag, an dem Israel um seine Soldaten trauert, die seit dem Unabhängigkeitskrieg Ende 1947 in fünf Kriegen und durch Terror umkamen. Insgesamt sind es über 19.000 Opfer, die zu beklagen sind. Den Gedenktag genau vor dem Unabhängigkeitstag zu feiern, soll die Menschen daran erinnern, welcher Preis für die Unabhängigkeit bezahlt werden musste und was durch das Opfer der Soldaten erreicht wurde.

02. Mai 2017: Jom Haatzmaut (Unabhängigkeitstag)
Grundlage für diesen israelischen Feiertag ist die Proklamation des Staates Israel am 14. Mai 1948 durch David Ben Gurion. Der Jom Haatzmaut ist in Israel ein fröhlich-heiterer Feiertag, den viele Israelis zu Ausflügen mit Freunden und Familien nutzen.



Feiertage:


Pessach

10.04.2017 Erew Pessach
11.04.2017 1. Tag Pessach
12.04.2017 2. Tag Pessach
13.04.2017 3. Tag Pessach
14.04.2017 4. Tag Pessach
15.04.2017 5. Tag Pessach
16.04.2017 6. Tag Pessach
17.04.2017 7. Tag Pessach
18.04.2017 8. Tag Pessach (Yizkor)

Das Pessachfest erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Daher wird noch heute im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes (siehe Chamez) gegessen, denn die Israeliten hatten wegen des plötzlichen Aufbruchs keine Zeit, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen.

Nur an Pessach gilt das Verbot, Chamez (= Gegärtes aus Getreide, z. B. Brot) zu besitzen oder zu essen. Jede Speise, die auch noch so einen kleinen Teil enthält, zählt dazu. Religiöse Juden nehmen dieses Verbot des Chamez-Essens und Besitzes sehr ernst. Dazu wird das Haus gereinigt und alles Chamez weggeräumt. Am Vorabend vor Pessach wird das Haus während einer religiösen Zeremonie mit Hilfe einer Kerze untersucht und die letzten gefunden Reste werden am nächsten Morgen verbrannt. An Pessach wird eigenes Geschirr benutzt, wobei gewisse Haushaltsgegenstände des ganzen Jahres rituell gereinigt (gekaschert) werden können. Haltbare Lebensmittel und Kosmetika, die Chamez enthalten, können über Pessach an einen Nichtjuden verkauft werden.

Die religiöse Feier heißt Seder (Ordnung) - entsprechend ihrem geordneten Ablauf. Die Sederfeier besteht aus dem Vorlesen der Haggada und einem Festmahl. Diese Geschichte ist in der Bibel in Schemot 1 -1 5 wiedergegeben.

Am Sederabend gibt es drei Mazzot (Matze) und vier Becher Wein (an den in der Haggada bezeichneten Stellen wird je ein Becher Wein getrunken).

Die Sederplatte hat sechs Fächer für
- ein Ei (erinnert an das Pessachlamm und das Festopfer),
- einen Knochen (erinnert an das Pessachlamm und das Festopfer),
- Bitterkraut (deutet auf die Bitterkeit der Versklavung durch die Ägypter hin),
- Charosset – eine Mischung aus Äpfeln, Nüssen und Wein (symbolisiert den Lehm, aus
dem unsere Vorfahren die Ziegel für die Bauten des Pharao herstellten),
- Karpass – Gemüse, meist Petersilie oder Radieschen, welches vor dem Essen in
Salzwasser eingetaucht wird (dem Talmud zufolge entstand diese Sitte, um die
Aufmerksamkeit der Kinder am Sederabend zu erwecken) und
- Salzwasser (symbolisiert die Tränen der Israeliten in der ägyptischen Knechtschaft).

Schawuot:

30.05.2017 Erew Schawuot
31.05.2017 1. Tag Schawuot
01.06.2017 2. Tag Schawuot (Yizkor)

Schawuot ist die Zeit der Verkündigung der Zehn Gebote am Berg Sinai.

Die Zehn Gebote:
1. Ich bin der Ewige, dein G’tt.
2. Du sollst keinen anderen G’ttern dienen.
3. Du sollst den Namen deines G’ttes nicht unnütz gebrauchen.
4. Du sollst den Schabbat halten und ihn heiligen.
Sechs Tage sollst du arbeiten, aber der siebte Tag ist Schabbat, der Ruhetag G’ttes.
Da sollst du keine Arbeit verrichten. Deine Söhne und Töchter, deinen Knechte und
Mägde, deine Ochsen und Esel sowie auch der Fremde, der bei dir wohnt – sie alle
sollen an diesem Tage ruhen!
5. Du sollst deinen Vater und deinen Mutter ehren,
dann wirst du lange im Lande leben, das dir G’tt gibt!
6. Du sollst nicht morden!
7. Du sollst die Ehe nicht brechen!
8. Du sollst nicht stehlen!
9. Du sollst kein falsches Zeugnis gegen irgendeinen Menschen ablegen
10. Du sollst nicht begehren, was deinem Nächsten gehört!



Rosch Haschana, Jom Kippur und Sukkot

20.09.2017   Erew Rosch Haschana
21.09.2017   1. Tag Rosch Haschana
22.09.2017   2. Tag Rosch Haschana

24.09.2017   Fasten Gedalia

29.09.2017   Erew Jom Kippur
30.09.2017   Jom Kippur (Yizkor)

04.10.2017   Erew Sukkot
05.10.2017   1. Tag Sukkot
06.10.2017   2. Tag Sukkot

11.10.2017   Hoschana Raba
12.10.2017   Schemini Azeret (Yizkor)
13.10.2017   Simchat Thora

Der Zeitraum von Rosch Haschana bis Jom Kippur wird als die zehn Bußtage bezeichnet.

Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest wird am 1. und 2. Tischri (dem 7. Monat) gefeiert und dauert 2 Tage. Der Name Neujahr (Rosch ha-Schana) kommt in der Bibel nicht vor. Der Sinn des Festes liegt in der Erinnerung an den Bund zwischen Gott und Israel. Der Tag soll die Menschen veranlassen, in sich zu gehen und über ihr Tun Rechenschaft abzulegen.

Der Schofar (Widderhorn) wird zur Erinnerung an die moralischen Pflichten im Morgengottesdienst geblasen (außer der Festtag fällt auf einen Sabbat). Die Synagoge wird in den meisten Gemeinden für den Neujahrsgottesdienst besonders feierlich und in der Farbe Weiß gestaltet, d. h der Vorhang vor dem Toraschrank, die Decke auf dem Vorbeterpult und die Kleidung des Vorbeters sind weiß.

Fasten Gedalja ist ein Gedenktag. Er erinnert an die Eroberung des Reiches Juda durch die Babylonier. Das Fasten dauert von Sonnenaufgang bis zum Eintritt der Nacht.

Der Höhepunkt der Bußtage ist Jom Kippur (Versöhnungstag) – ein Tag der Reue, der Buße und der Umkehr. Der Tag soll dazu dienen, den Menschen zu entsühnen und göttliche Verzeihung für seine Missetaten erlangen zu lassen. Es ist ein strenger Fasttag – weder Essen noch Trinken sind erlaubt (auch Körperpflege ist untersagt). Bevor man am Vorabend des Festes zur Synagoge geht, entzündet man zu Hause ein Licht zum Andenken an die verstorbenen Angehörigen.

Sukkot (Laubhüttenfest) dauert neun Tage, wobei der siebte Tag als Hoschana Rabba (Gerichtstag über das Wasser), der achte Tag als Schlussfest (Schemini Azeret) und der neunte Tag als Torafreudenfest (Simchat Tora) bezeichnet wird.

Sukkot ist das Fest des Einsammelns, d.h. ein Erntedankfest, erinnert aber auch an dieWüstenwanderung der Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten. Als Erinnerung an das Wohnen in Hütten während der Wanderung wird das Fest in einer Sukka (Hütte) gefeiert.


Chanukka

12.12.2017   Erew Chanukka
13.12.2017   1. Tag Chanukka
14.12.2017   2. Tag Chanukka
15.12.2017   3. Tag Chanukka
16.12.2017   4. Tag Chanukka
17.12.2017   5. Tag Chanukka
18.12.2017   6. Tag Chanukka
19.12.2017   7. Tag Chanukka
20.12.2017   8. Tag Chanukka

Chanukka, das 8-tägige Tempelweihefest, gehört zu den freudigen Gedenktagen und erinnert an den erfolgreichen Aufstand der Makkabäer gegen die syrische Herrschaft und die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem.

Laut Überlieferung fand man im Tempel nach dem Abzug der Syrer nur einen Ölkrug vor, dessen Öl für einen Tag für den 7-armigen Tempelleuchter gereicht hätte. Aber durch ein Wunder reichte das Öl 8 Tage lang bis neues Öl hergestellt werden konnte.

Daher werden in der Synagoge und zu Hause Lichter an einem 8-armigen Leuchter (Menora) angezündet. Am ersten Abend ein Licht, am zweiten Abend zwei Lichter usw.

Am Chanukkafest ist es erlaubt zu arbeiten - allerdings pflegt man nicht zu arbeiten während die Kerzen brennen (mindestens 30 Minuten lang).


Purim

09.03.2017 Fasten Esther
12.03.2017 Purim
13.03.2017 Schuschan Purim

Purim fällt auf den 14. Tag des Monats Adar. Die Geschichte des Feiertages wird im Buch Esther ausführlich beschrieben, ist historisch allerdings nicht erwiesen. Darin wird erzählt, dass der Minister Haman den Perserkönig überredete, einen Befehl zu erlassen, alle Juden im persischen Reich auszurotten. Der jüdischen Ehefrau des Königs, Esther, gelang es aber, dies zu verhindern.

Der Name des Feiertages kommt von „pur“, dem hebräischen Wort für „Los“ im Sinne von Ziehen von Losen. Haman, der Feind der Juden, loste Tag und Monat aus, um den Zeitpunkt zu bestimmen, an dem er die Juden vernichten würde, und das Los fiel auf den 14. Adar.

Königin Esther und alle jüdischen Bewohner der Hauptstadt sollen drei Tage lange gefastet haben, bevor Esther zum König ging, um ihr Volk zu retten. Zur Erinnerung daran wird der Tag vor Purim (Fasten Esther) als Fasttag begangen.

Es ist ein freudiger Gedenktag. Im Allgemeinen wird Trunkenheit verurteilt, aber am Purimtage ist dies ausdrücklich erlaubt. Aber es wird nicht nur viel getrunken, sondern auch viel gegessen. Eine bekannte kulinarische Spezialität dieses Festes sind die Hamantaschen, ein dreieckiges, gefülltes (z.B. Mohn, Rosinen, Mandeln) Kleingebäck aus Kuchenteig.